LIFE UPDATE: STEWARDESSEN-KRANKHEIT, EINE LANGWIERIGE ANGELEGENHEIT

LIFE UPDATE: STEWARDESSEN-KRANKHEIT, EINE LANGWIERIGE ANGELEGENHEIT

Ich hätte nicht gedacht, das Euch das Thema Stewardessen-Krankheit so sehr interessiert, bzw. erschreckt es mich schon ist, wieviele von Euch ebenfalls mit damit zu kämpfen haben. Und es ist in der Tat ein K(r)ampf.

Was genau ist denn eigentlich diese Stewardessen-Krankheit?

Unter der Stewardessen-Krankheit, medizinisch auch Periorale Dermatitis genannt, versteht man eine zwar ungefährliche, nichtansteckende aber sehr langwierige Hauterkrankung, von der zu größten Teilen Frauen betroffen sind. Die typischen Symptome werden in der Regel von einer übermäßigen Verwendung von Kosmetika hervorgerufen – sprich: wir überpflegen die Haut regelrecht. Hier noch eine Creme, da noch ein Wässerchen, und zum Schluss nochmal eine ordentliche Maske ins Gesicht. Im Anschluss eine ordentliche ´Ladung`Make-up drübergeben und unsere Haut ist ´satt! Sie verliert quasi die Fähigkeit sich selbst zu regulieren.

Daher trägt sie den Namen Mannequin- oder Stewardessenkrankeit. In beiden Berufsgruppen gilt eine makellose Haut als Visitenkarte.

Erste Anzeichen der Erkrankung ist ein geröteter Ausschlag hauptsächlich um den Mundbereich. Dazu kommen die charakteristischen kleinen Knötchen, die sich manchmal zu größeren Arealen um den Mund herum bilden.

Die Symptome zeigen sich im Anfangsstadium in einer leichten, flächigen Rötung um den Mundbereich herum. Im fortgeschrittenem Stadium tritt die Rötung auch im Bereich der Mundwinkel und im Nasenbereich auf. Der Ausschlag brennt, die Haut ist angespannt und ist mit einem Juckreiz verbunden.

Vor der monatlichen Menstruation sind die Symptome in vielen Fällen am stärksten. Noch mehr Informationen zur Stewardessen-Krankheit findet Ihr übrigens HIER.

Ich persönlich hatte und habe schon immer eine Normale bis Mischhaut. Je nach Hormonhaushalt mal normal, mal etwas fettiger in der T-Zone. Also auf der Stirn, der Nase und meinem Kinn ist meine Haut fettiger und produziert also von Haus aus mehr Talg als beispielsweise im Wangenbereich.

Im Laufe der Zeit ist mir immer mehr aufgefallen, das gerade die Poren auf der Nase stark vergrößert waren und immer sehr viel Talg enthielten. Hinzu kam seit den letzten Monaten das gleiche Erscheinungsbild im Kinnbereich. Naja, und was macht Frau in solchen Situationen? Richtig: erstmal dran herum werkeln. Das und die Kombination aus immer mehr Masken gegen unreine Haut, noch eine spezial Creme und noch ein Treatment haben bei mir persönlich vor etwa 2,5 Monaten das Fass zum überlaufen gebracht. Meine Haut hat einfach ma die Notbremse gezogen und mir quasi bildlich dargestellt: Jetzt ist Schluß!

Wie oben beschrieben fing alles damit an, das meine Haut um den Mundbereich einer mittelschweren Katastrophe glich. Die Poren waren total verstopft und ich bekam einen roten, juckenden Ausschlag im Kinnbereich, der sich nach einer 1. falschen Behandlung weiter zu den Nasenflügeln hocharbeitete.

Ich ging also erstmal auf eigene Faust in die Apotheke und besorgte mir eine Kortsionsalbe. DAS WAR DAS SCHLIMMSTE WAS ICH TUN KONNTE.

Zwar verbesserte sich der Ausschlag für ca. 4 Tage, doch was dann kam, war noch um einiges schlimmer als das was ich schon hatte.

Also organisierte ich mir einen Termin bei meiner Hausärztin – bis dahin wußte ich noch nicht, womit ich es da zu tun hatte. Ich war der Meinung es ist einfach nur eine leichte Hautreizung. Diese verschrieb´mir ebenfalls eine stärkere Kortisonsalbe. Zu Hause angekommen, ließ es mir allerdings keine Ruhe, das ich jetzt nochmal eine Kortisonsalbe auf die Stellen geben sollte, da ich ja wußte, das es das beim 1. Mal auch schon verschlimmert hatte.

Also fing ich an im Internet zu recherchieren. Da stieß ich auf die Stewardessen-Krankheit. Alle beschriebenen Symptome kamen mir bekannt vor. Trotzdem habe ich die Salbe meiner Ärztin nochmal für 3 Tage genommen. Da sich überhaupt keine Besserung bemerkbar machte, rief ich beim Hautarzt. So langsam wurde mir die Sache zu langwierig und außerdem belastete mich das ganz schön.

Eigentlich ging alles ganz schnell, der Doc sah mich, stellte seine Diagnose und ich konnte mir in der Apotheke eine spezielle Creme zusammenrühren lassen. Zusätzlich sollte ich alle ölhaltigen Produkte ab sofort aus meinem Gesicht verbannen. DAS war für mich persönlich erstmal ein Graus. NUR Puder im Gesicht? Geht gar nicht! Dafür sah meine Haut einfach viel zu schlimm aus. Aber: es nütze nichts, da musste ich jetzt durch.

Nach 4 Tagen ‘Nulldiät’ und nur der Creme aus der Apotheke tat sich erstmal absolut nichts in meinem Gesicht. Das ging gar nicht. Also bin ich nochmal zu einem anderen Hautarzt gegangen. Und da muss ich sagen, DAS war ein Arzt ganz nach meinem Geschmack. 😉 Nach einem kurzen aber informativen Gespräch stand also fest, wir gehen die Sache von Innen an. Da ich in den kommenden Wochen keinen Sonnenurlaub geplant hatte, verschrieb er mir ein Langzeitantibiotikum. 30 Tage lang. Hinzu riet er mir ebenfalls dazu, KEINE ölhaltigenProdukte mehr im Gesicht zu verwenden. Zudem sollte ich die Creme, die mir der Kollege verschrieben hat, bis zum Ende auf die betroffenen Stellen auftragen. Als ob ich es bereits geahnt hatte, fragte ich meinen Doc was denn wäre, wenn sich meine Haut nach den 30 Tagen noch nicht erholt hätte. Daraufhin vermerkte er direkt in meiner Kartei, das ich in dem Fall noch das Folgemedikamet verschrieben bekäme. Der Fall trat natürlich ein.

Zwar hatte sich meine Haut schon zu 80% erholt, aber da unsere Haut so etwas wie ein Gedächtnis hat, (genau wie unsere Nerven im Körper was Schmerzen angeht) wollte ich der Perioralen Dermatitis erstmal keine Chance mehr geben. Also ließ ich mir auch das Folgeantibiotikum verschreiben.

Ich nehme es zur Zeit immer noch ein – ein paar Tabletten habe ich noch, dann ist die Behandlung überstanden. Meine Haut ist ist zu 99% wieder hergestellt und das beste daran: ich hatte noch NIE, wirklich noch NIE eine so tolle Haut wie jetzt! Sie ist viel feinporiger geworden und sieht einfach gesund aus.

Ölhaltige Cremes habe ich komplett aus meinem Beauty-Programm gestrichen. Ich benutze ausschließlich feuchtigkeitsspendende Produkte. Meine Haut spannt nicht mehr nach dem Reinigen – sie regelt das jetzt wieder alleine.

Und ich muss sagen, sie macht Ihren Job perfekt!!! Besser als jede Creme es vorher gemacht hat. 😉

Ich denke im Sommer, mit leicht gebräunter Haut, kann ich gänzlich auf eine Grundierung verzichten. Momentan benutze ich noch Make-up, natürlich ölfrei. Ich habe mich ausgiebig beraten lassen um so das perfekte Make-up für mich zu finden. Das kann ich Euch im übrigen immer ans Herz legen – probiert Make-up immer im Gesicht aus und lasst Euch von Fachpersonal bei der Wahl des richtigen Farbtons helfen. Dann gibts auch zu Hause keine bösen Überraschungen.

Wenn Ihr noch Fragen zu dem Thema habt, hinterlasst Sie mir gerne hier unter diesem Artikel.

Eure Karin xx

Heute sieht meine Haut besser als aus als jeh zuvor. Hier nur mit einem Hauch Make-Up.

Und jetzt zeige ich Euch mal die ungeschminkte Wahrheit VOR der Behandlung. Meine Haut war total gerötet, uneben und überall war dieser Ausschlag zu sehen. Die Bilder sind im Anfangsstadium entstanden. Zum Schluss war es doppelt so schlimm und es hat sich bis zur Nase hochgezogen. 😫

Folge:
justgooodvibes

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3 Kommentare

  1. Dajana
    Januar 18, 2018 / 4:11 pm

    Darf ich fragen welche beiden Antibiotika du verschrieben bekommst mimen hast ?
    Nimmst du abends immer noch nur deine Reinigung und morgens das hyaluron serum?

    • Januar 18, 2018 / 5:43 pm

      Hallo Dajana,

      genau, ich benutze nur die 2 Reinigungsprodukte die man aktuell in meinen Highlights bei Instagram Ehen kann und sonst nichts. Ansonsten lasse ich meine Haut Abends in Ruhe. Das Serum benutze ich nur morgens unter meinem Make-up.

      Viele Grüße,
      Karin

      • Tilja
        März 17, 2018 / 1:24 pm

        Liebe Karin,
        Leider kann ich die Reinigung und das Serum nicht mehr in den Highlights finden.. mich würden diese Produkte sehr intressieren! Liebe grüsse Tilja

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